Stimmen der
Gletscher

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Die Gletscher der Alpen galten lange Zeit als Sinnbild für Beständigkeit und Ewigkeit. Heute jedoch sind sie durch den fortschreitenden Klimawandel akut bedroht – ihr Rückzug verläuft dramatisch schnell. Der Fotokünstler Michael Philipp Bader und die Klangkünstlerin Katharina Pfennich schaffen eine eindrucksvolle Symbiose aus Bild und Klang, um die letzten Stimmen der Gletscher hör- und sichtbar zu machen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dem Projekt liegt die Überzeugung zugrunde, dass Gletscher weit mehr sind als reine Naturphänomene: Sie sind Träger von Wissen, Erinnerung und kultureller Bedeutung. Ihr Verschwinden betrifft Wissenschaft, Sport, Kultur und Gesellschaft gleichermaßen.


Durch die Verbindung von Fotografie, Klangkunst sowie den Stimmen von Athlet:innen, Glaziolog:innen und Wissenschaftler:innen entsteht ein interdisziplinärer Raum, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen zusammengeführt werden.

„Stimmen der Gletscher“ versteht sich damit nicht nur als Kunstprojekt, sondern als Plattform für Dialog und Bewusstseinsbildung über unsere gemeinsame Verantwortung gegenüber diesen einzigartigen Landschaften. Die finale Arbeit wird in Ausstellungen präsentiert, in denen die Gletscher gleichsam konserviert und als immersive visuelle Klangwelten erfahrbar gemacht werden – als Räume, in die Besucher:innen intensiv eintauchen und die fragile Schönheit der Gletscherlandschaften unmittelbar erleben können.

»Vor rund 200 Jahren reichte der damals so mächtige Suldenferner bis hinunter ins Tal. Heute gleicht derselbe Gletscher einer Wüste aus Geröll und Steinen.«

 

Simon Messner

Gebt den Gletschern eine Stimme


Unterstützt unseren gemeinnützigen "Verein Stimmen der Gletscher e. V.". Mit eurer Hilfe realisieren wir künstlerische Arbeiten an den Gletschern und eröffnen eine große Ausstellung in München.. Spenden sind steuerlich absetzbar; eine Spendenbescheinigung stellen wir auf Wunsch gerne aus.

Gletscher

Blaueisgletscher (DE)

Der Blaueisgletscher ist der nördlichste Gletscher der Alpen und liegt am Hochkalter-Massiv in den Berchtesgadener Alpen. Er ist bekannt für seine beeindruckende Lage in einer schroffen Felsarena und seine tiefblaue Eisfarbe, die ihm seinen Namen verleiht.


Schneeferner (DE)

Der Nördliche Schneeferner ist besonders, weil er als größter noch aktiver Gletscher Deutschlands gilt und direkt unterhalb des höchsten Punktes des Landes liegt. Seine leichte Erreichbarkeit und Nutzung als Skigebiet machen ihn einzigartig im Vergleich zu anderen deutschen Gletschern.


Pasterze (AUT)


Die Pasterze ist mit rund acht Kilometern der längste Gletscher Österreichs und liegt am Fuße des Großglockners, dem höchsten Berg des Landes. Sie ist bekannt für ihre beeindruckende Gletscherzunge und ihre zentrale Rolle im Nationalpark Hohe Tauern.

Hallstätter Gletscher (AUT)


Der Hallstätter Gletscher  ist einer der größten Gletscher in den nördlichen Kalkalpen und liegt am Dachsteinmassiv in Österreich. Er beeindruckt durch seine einzigartige Karstlandschaft und zahlreiche Eishöhlen, wie die berühmte Dachstein-Rieseneishöhle.


Hochjochferner (BZ)


Der Hochjochferner ist ein bedeutender Gletscher in den Ötztaler Alpen in Österreich und liegt nahe der Grenze zu Italien. Er verfügt er über eine Vielzahl von Gletschermoränen und eisbedeckten Hängen, die ein spannendes Landschaftsbild schaffen.


Suldenferner (BZ)


Der Suldenferner ist bekannt für seine dynamische Beweglichkeit, die immer wieder beeindruckende Gletscherabbrüche und Veränderungen der Eisstruktur zeigt. Er speist mehrere Gletscherbäche, die wichtige Wasserquellen für die Region sind und sich in einem besonders wilden und alpinen Gebiet befindet.

Rhonegletscher (CHE)


Der Rhonegletscher ist einer der bekanntesten Gletscher der Schweiz und die Quelle des Rheins, einem der größten Flüsse Europas. Er beeindruckt durch seine Länge von etwa 8 Kilometern und seine Lage im UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, dem größten zusammenhängenden Gletschergebiet der Alpen.


Aletschgletscher (CHE)


Der Aletschgletscher ist der längste Gletscher der Alpen und erstreckt sich über etwa 23 Kilometer im UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Er beeindruckt durch seine enorme Eismasse, die zahlreiche Täler und Berglandschaften miteinander verbindet. Seine einzigartige Größe, die beeindruckenden Eisströme und die wichtige Rolle als Wasserspeicher machen ihn zu einem der bedeutendsten und meist erforschten Gletscher Europas.

»Werde wie ein Gletscher im Gleichgewicht: ruhig, kräftig, ausgleichend, fließend, formend«


Andrea Fischer

Sportler:innen

Laura Dahlmeier

Sie war eine der erfolgreichsten Biathletinnen, die nach ihrer Karriere selbst aktiv Berg-Expeditionen unternahm. Sie setzte sich aktiv für Nachhaltigkeit ein – im Sport, in der Bildung und durch ihr umweltbewusstes Leben.


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Simon Messner

Er ist ein Südtiroler Alpinist, Filmemacher und Molekularbiologe, der im alpinen Stil in den Bergen weltweit Erstbegehungen realisiert.

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Marlies Czerny
 
Sie ist eine österreichische Journalistin, staatlich geprüfte Hochtouren- und Skitouren-Instruktorin sowie Alpinistin, die als eine der ersten Frauen alle 82 Viertausender der Alpen bestiegen hat.

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Nicolas Hojac

Er ist ein Schweizer Extrembergsteiger, der mit 20 Jahren die Trilogie der drei großen Nordwände der Alpen (Eiger, Matterhorn, Grandes Jorasses) erfolgreich durchstieg und seither zahlreiche Speedrekorde sowie Erstbegehungen weltweit realisierte.


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Tamara Lunger

Sie ist eine Südtirolerin Extrembergsteigerin, die als jüngste Frau den Lhotse bestieg und später ohne zusätzlichen Sauerstoff den K2 erreichte. 

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Alexander Huber

Er ist ein deutscher Extrembergsteiger, Physiker und Bergführer, bekannt für seine spektakulären Erstbegehungen weltweit und als Mitglied der „Huberbuam“ mit seinem Bruder Thomas.


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Stephan Siegrist
 

Er ist einer der profiliertesten Schweizer Alpinisten und Extrembergsteiger.
Er ist bekannt für zahlreiche Erstbegehungen auf allen Kontinenten, spektakuläre Expeditionen in den Himalaya und Patagonien

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Peter von Kaenel 

Der Schweizer Gleitschirmpilot und Bergführer hat gemeinsam mit Chrigel Maurer alle 82 Viertausender der Alpen ohne technische Hilfsmittel bestiegen.

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Magdalena Kalus & Susi Lehmann

Die beiden sind erfahrene Ultraläuferinnen und Umweltaktivistinnen, die gemeinsam Projekte wie den Film „Lucky Peach“ realisieren und sich für Naturschutz und nachhaltige Outdoor-Erlebnisse engagieren.


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Simon Gietl

 

Er ist ein Südtiroler Alpinist und staatlich geprüfter Bergführer, bekannt für seine Solo-Winterüberschreitungen der Geislerspitzen und der Rosengartenspitzen sowie für anspruchsvolle Erstbegehungen in den Dolomiten und weltweit.


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Thomas Huber
 

Er st ein deutscher Extrembergsteiger und Mitglied der „Huberbuam“, der für seine spektakulären Erstbegehungen, darunter die Westwand des Latok II, international Anerkennung erhalten hat.

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David Göttler
 

Er ist ein deutscher Extrembergsteiger und Alpinist, bekannt für seine schnellen, leichten Besteigungen hoher Himalaya-Gipfel ohne zusätzlichen Sauerstoff.

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»Die Berge sind für mich heilige Plätze und stille Lehrmeister. Ich bin unendlich dankbar für ihre Präsenz in meinem Leben!«

 

Tamara Lunger

Glaziolog:innen

Andrea Fischer
 

Sie ist eine österreichische Glaziologin und Senior Researcher am Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW, die 2023 zur Wissenschaftlerin des Jahres gekürt wurde.


Andreas Kellerer-Pirklbauer

Er ist ein österreichischer Geograph und Glaziologe, der den Gletschermessdienst des Alpenvereins mitleitet.

Matthias Huss

 

Er ist ein führender Schweizer Glaziologe und Leiter des Gletschermessnetzes GLAMOS, das weltweit einzigartige Langzeitdaten zu Gletschern liefert. Er ist international anerkannt, vielfach ausgezeichnet und zählt zu den meistzitierten Forschern seines Fachs.

 

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Giulia Bertolotti

 

Sie ist Doktorandin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Graz im Bereich Glaziologie und Hydrogeologie. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscher und Permafrostsysteme.


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Christoph Mayer


Er ist ein deutscher Glaziologe mit einem Forschungsschwerpunkt in den bayerischen Alpen sowie im Pamirgebirge (Tadschikistan) und arbeitet an der Bayerische Akademie der Wissenschaften in München.

»Am Ursprung der Rhone begann auch meine Faszination für die Bergwelt – tief verwurzelt im Wallis.«

 

Nicolas Hojac

Wissenschaftler:innen

Prof. Tom J. Battin


Er ist Professor in Sion und weltweit führend in der Erforschung von Mikroben‑Biofilmen, dem Kohlenstoffkreislauf und den ökologischen Folgen des Rückzugs von Gletschern in alpinen Gewässern. Er leitet ein Forschungsteams, das Braunalgen an Gletschern weltweit aufsucht und ihre Rolle in diesen extremen Lebensräumen erforscht.

Prof. Birgit Sattler


Sie ist eine österreichische Limnologin und Glaziologin, die weltweit für ihre Forschung zu mikrobiologischen Lebensformen in den eisigen Lebensräumen der Gletscher bekannt ist. Für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit und ihr Engagement für den Schutz alpiner Lebensräume wurde sie zur „Österreicherin des Jahres 2025“ gekürt.

Bergrettungsleiter

Berg- und Luftrettungspilot

Wissenschaftskommunikation

Anjan Truffer

 

Er ist ein in Zermatt aufgewachsener Bergführer und seit 2015 Rettungschef der Bergrettung Zermatt, mit umfassender Erfahrung im Hochgebirge, darunter mehr als 200 Matterhorn-Besteigungen und zahlreiche Rettungseinsätze.

Bernhard Schmid 


Er ist ein deutscher Helikopterpilot und Bergretter, der über 20 Jahre für die DRF Luftrettung in alpinen Einsatzgebieten geflogen ist. Als selbst leidenschaftlicher Bergsteiger und Alpinist verbindet er höchste fliegerische Präzision mit großer Hochgebirgserfahrung und einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Natur.

Laura Schmidt

Sie ist die Pressesprecherin und Kommunikationsverantwortliche der zugspitz‑basierten Umweltforschungsstation Schneefernerhaus. Als Geografin verknüpft sie Hochgebirgs‑ und Polarforschung mit Wissenschaftskommunikation – und ist ein zentrales Gesicht der Station nach außen.


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»Zwischen Staunen und Schmerz - Gletscher lehren mich Demut vor der Natur.«


David Göttler

Künstlerduo –
Michael Philipp Bader &
Katharina Pfennich

 

Fotodesigner Michael Philipp Bader & Klangkünstlerin Katharina Pfennich arbeiten an der Schnittstelle von Klang und Bild, Intuition und Präzision, Naturerfahrung und künstlerischer Interpretation.

 

Michael Philipp Bader, geboren in München und ausgebildet in Fotografie in Dortmund, bewegt sich mit seiner Kamera zwischen Portrait und Sport – zwischen Bewegung und Stillstand. In seinen Arbeiten schafft er mit Licht, Farbe, Form und Perspektive Bilder, die ebenso kraftvoll wie intim sind. Seine Porträts und sportlichen Szenen fangen nicht nur Körperlichkeit ein, sondern auch Haltung und Atmosphäre.

 

Katharina Pfennich, aufgewachsen in Ramsau am Dachstein, Frankreich und Großbritannien, lebt heute in der Schweiz. Ihre Arbeit kreist um die Frage, wie sich akustische Umwelten erfahrbar machen lassen – und wie sich ihr Wandel dokumentieren lässt. Besonders die fragile Klangwelt des Dachsteingletschers inspiriert sie zu ihren Soundscapes, die als immersive Installationen erlebbar sind. 

 

In ihrer künstlerischen Praxis verbindet beide ein tiefes Gespür für Atmosphäre, Transformation und Vergänglichkeit – sowie der Wunsch, Erlebnisse und Räume mit den Mitteln von Klang und Bild neu zu erzählen.

Produktion - Vera Laube


Vera Laube ist Kulturmanagerin und Produktionsleiterin und hat Kulturwissenschaft & Französische Philologie in Potsdam und Pau (Frankreich) studiert, ihren Master in Kulturmanagement und Kulturtourismus schloss sie 2019 an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ab. Bereits während ihres Studiums arbeitete sie im Bereich Produktion und Organisation, ihr Fokus liegt auf den Bereichen Tanz und Performance. Sie hat unter anderem bei den Potsdamer Tanztagen, dem HZT Berlin und zuletzt am HAU Hebbel am Ufer in Berlin gearbeitet. Vera unterstützt das Projekt auf der organisatorischen Ebene.

»Mein erster Gletscher: der Dachstein. Ein Monument von Berg, der mit dem Eis auch ein Stück seines Wesens verliert.«

 

Marlies Czerny

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